Neophyten  

Der Landschaftspflegeverband Oberlausitzer Berg- und Teichlandschaft wurde durch das Umweltamt Bautzen beauftragt, das Neophytenaufkommen im Einzugsgebiet der Spree zu erfassen.

 Neophyten bedeuten Neupflanzen, die sich seit dem 15. Jahrhundert bei uns angesiedelt haben.

Sie etablieren sich unterschiedlich: von ca. 12 000 „neuen“ Pflanzenarten, die den Weg nach Deutschland fanden, kommen 1000 unbeständig vor und nur etwa 380 haben sich fest etabliert. Die große Mehrheit hat sich unauffällig in die bestehende Pflanzengemeinschaft eingepasst.

Ca. 30 der neuen Arten verursachen wirklich Probleme, indem sie sich massiv ausbreiten und somit die heimische Pflanzengemeinschaften und Ökosysteme stark verändern.

Seit Jahrtausenden werden unsere Fließgewässer genutzt und zunehmend missbraucht, durch Begradigung, Kanalisierung und Befestigung. Diese Beschädigung bzw. Zerstörung der Gewässer führte zu einer Verarmung der standorttypischen Pflanzen- und Tierwelt. Diese Entwicklung schuf gute bis sehr gute Standortbedingungen für Neophyten, z. B. offene Flächen und überdüngte Standorte. Außerdem besitzen diese Pflanzen erfolgreiche Vermehrungs- und Verbreitungsstrategien um dominante Bestände auszubilden.

 

 
Gegenstand der Untersuchung war das Einzugsgebiet der Spree im nordöstlichen Landkreisgebiet Bautzen.
Kartiert wurde außer der Spree, die Zuflüsse Kleine Spree, Kotitzer Wasser und Löbauer Wasser, in folgenden Abgrenzungen:

  die Spree von Kreisgrenze bei Lieske bis südlich von Bautzen Humboldthain/Baumschule Pelz,

  die Kleine Spree von der Kreisgrenze bei Lippitsch bis zum Zufluss in die Spree,

  das Löbauer Wasser von Kreisgrenze nördlich Lautitz bis Zufluss in die Spree nordwestlich  Lömischau,

  das Kotitzer Wasser von östlich Kohlwesa bis Zufluss in das Löbauer Wasser südlich Guttau.

 
 

Vorhandene Vorkommen wurden kartiert und Bekämpfungshinweise erarbeitet.